{Rezension} These Broken Stars, Amie Kaufman & Meagan Spooner

» 04.10.2016  4 Federgrüße «



Titel: These Broken Stars - Lilac und Tarver
OT: These Broken Stars
Autorin: Amie Kaufman & Meagan Spooner
Erschienen: 27. Mai 2016
Verlag: Carlsen Verlag
Seitenzahl: 487 Seiten
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Es ist nur eine flüchtige Begegnung, doch dieser Moment auf dem größten und luxuriösesten Raumschiff, das die Menschheit je gesehen hat, wird ihr Leben für immer verändern. Lilac ist das reichste Mädchen des Universums, Tarver ein gefeierter Kriegsheld aus einfachen Verhältnissen. Nichts könnte die Kluft zwischen ihnen überbrücken – außer dem Schiffbruch der angeblich so sicheren Icarus. Als das Unfassbare geschieht, müssen Lilac und Tarver auf einem fremden Planeten ums Überleben ringen. Zu zweit gegen die Unendlichkeit des Alls...
Einem Ertrinkendem dar man niemals die Hand hinhalten. Was sonst passiert, habe ich mal im Holovid gesehen. Man wird in die Panik und Hoffnungslosigkeit des Etrinkenden hinein gezogen, und dann stirbt man einen gemeinsamen Tod im Wasser.
[...]
Er ist dabei zu ertrinken. Und ich werde mit ihm untergehen. 
Eines der gehyptesten Bücher diesen Jahres und ich komme erst im Herbst dazu, es zu lesen. Meine Erwartungen an These Broken Stars waren sehr hoch, und das dürfte eigentlich keinen verwundern. 
Das Problem an der kompletten Sache war, dass es, wenn man irgendwen über das Buch sprechen hört, immer heißt Titanic im All.
Nein! Es ist absolut nicht Titanic im All! Die ersten 100 Seiten sind ein bisschen Titanic im All, aber der Rest absolut nicht!

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht. Ich fand die Kapitel haben eine gute Länge und die Gedankengänge der Protagonisten waren soweit nachvollziehbar. Anfangs, habe ich die Kapitel, die aus Tarvers Sicht geschrieben sind um einiges mehr genossen, als die aus Lilacs Sicht. Viele schreiben in ihren Rezensionen, dass Lilac für sie nur eine eingebildete Zicke ist. Ich denke, diejenigen haben das Buch nicht ganz verstanden. Lilac ist eine sehr clevere, junge Frau, die eben NICHT so ist wie der Einheitsbrei. Sie tut nur so. Für mich war das Problem am Anfang einfach, dass ich Lilac für sehr behütet hielt und dass sie in viele Dinge einfach zu viel rein interpretiert. 
Sie macht allerdings eine sehr starke Entwicklung durch, was mir sehr gut gefallen hat und immer mehr habe ich gefallen an ihren Kapitel gefunden.
Bei Tarver war es genau umgekehrt. Wie gesagt, habe ich seine Sicht anfangs sehr genossen. Er schien mir ein bodenständiger Junge zu sein. Mit der Zeit wurde er für mich aber immer unerträglicher und irgendwie weinerlich... Das war zwar nie durchgehend so, aber in den Momenten, in denen es so war, hab ich es fast nicht mehr ausgehalten.

Was mir von der Aufmachung des Buches sehr sehr gut gefallen hat, waren die Bruchstücke eines Verhörs am Anfang eines jeden Kapitels. Tarver wird, wie gesagt, von jemandem verhört und man erfährt immer erst stückchenweise Kapitel für Kapitel worum es geht. Dieses Verhör hat sich als ganz witzig gestaltet, vor allem wegen Tarvers Antworten, die einen auf jeden Fall zum schmunzeln bringen.

Das ganze Buch an sich verläuft eher sehr ruhig, was nicht das Problem ist. Im Gegenteil, es wird trotz der ruhigen Atmosphäre nicht langweilig, weil man sich die ganze Zeit fragt, ob sie es nun schaffen. 
Wofür ich aber Punkte abziehe, sind die letzten ca. 150 Seiten. 

Achtung! Ab hier könnte es Spoiler geben!

Nämlich hört Lilac immer wieder Stimmen, die Tarver nicht hören kann. Man fragt sich die ganze Zeit, was dahinter steckt und das ganze wird immer abstruser. 
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Zum Ende hin erfährt man es dann. Oder man könnte es erfahren, wenn man auch nur ein Wort von der Geschichte versteht, die sich die Autorinnen da ausgedacht haben. Das ganze wurde mir irgendwann einfach zu banal und schien mir sehr sehr weit her geholt, sogar für einen Fantasy Roman. Es wurde einfach alles auf einmal zu Wüst und ich glaube es geht nicht nur mir so, wenn ich sage, dass ich immer noch keinen Plan habe, was da überhaupt abging. 
Und mittendrin hat man den jammernden Tarver an der Backe kleben, den man ja auch nicht wieder los wird.

Außerdem kam die Liebesgeschichte auf den Seiten erst in Fahrt, allerdings ist es so, dass sie sich auf der einen Seite hassen und auf der nächsten Seite erkennen sie ihre wahren Gefühle und schaffen es nicht, ihre Klamotten anzubehalten. Und das ganze einfach zu oft.
Natürlich sind sie dann füreinander die große Liebe und man will nie wieder getrennt sein und natürlich hüpft man sofort ins Bett und auch das erschien mir dann einfach zu Banal, obwohl die Liebesgeschichte sehr viel Potenzial hatte, da es sich erst langsam angeschlichen hatte.
Eine Katze schleicht doch auch nicht langsam an die Maus heran, nur um sich dann mit Gebrüll auf sie zu stürzen.

Ich denke, da ich etwas anderes erwartet hatte, war dieses Buch einfach nicht meinen Erwartungen entsprechend. Die Story hat viel Potenzial aber manche Fragen bleiben in dem Getümmel am Ende einfach komplett unbeantwortet und alles geht ziemlich schnell und ist auch nicht unbedingt nachvollziehbar.
An sich ganz gut, aber für mich einfach nicht das, was ich wollte. 

Kommentare:

  1. Huhu :)

    Eine tolle Rezi!
    Ich hatte an "These Broken Stars" auch hohe Erwartungen, die leider nicht ganz erfüllt wurden. Vielleicht auch, weil ich etwas anderes erwartet hatte. Mir ging es da also ähnlich, wie dir! ;)
    Das Ende war mir dann etwas zu schnell abgehandelt, dafür dass die Geschichte dann noch so komplex wurde. Da hätten ein paar Seiten Erklärungen mehr nicht geschadet...

    Liebe Grüße
    Chianti

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    1. Huhu :)
      Danke dir :) Ich bin auf jeden Fall ganz deiner Meinung!

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  2. Huhu,

    das Buch war für mich auch eine Enttäuschung. Bei der Liebesgeschichte kann ich dir nur voll und ganz zustimmen. Sie ging mir auf die Nerven. Und dieses von 0 auf 100 ist es die große Liebe, ist so ätzend.

    Liebe Grüße
    Sandra

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