Montagsfrage: Bücher und die Digitalisierung

» 25.07.2016  4 Federgrüße «


Montagsfrage: Hat sich dein Leseverhalten durch die fortschreitende Digitalisierung verändert?

Beim ersten lesen der Frage dachte ich erst "nein", aber dann habe ich den Originalbeitrag gelesen und nochmal darüber nach gedacht. Tatsächlich ist mir dann doch einiges aufgefallen.

Wenn beispielsweise eine Stelle in einem Buch total langweilig ist und sich streckt und streckt und sehr irrelevant für die eigentlich Handlung ist, fange ich an, diese Stelle bzw. das Kapitel nur noch zu überfliegen oder manchmal sogar zu überspringen.

Ebenso wie bei Buchfresserchen ist es bei mir so, dass ich mich nur schwer auf ein Buch konzentrieren kann, wenn es micht nicht wirklich packt. Sogar bei guten Büchern kann das vor kommen. Ich denke dann an andere Dinge aus meinem Alltag und merke dann, dass ich keinen blassen Schimmer habe was ich gerade gelesen habe. 
Genau so mache ich während des Lesens kurze "Verschnaufpausen". Ich klappe das Buch dann zu und atme kurz durch, hole mir was zu trinken und kümmere mich um andere Kleinigkeiten, bevor ich weiter lese. Lange am Stück lesen fällt mir momentan ziemlich schwer und ist für mich eher anstrengend als erholend. 

Und - noch eine Gemeinsamkeit - dicke Bücher schrecken ab. Bei der Wahl des Buches, das ich als nächstes lesen will, greife ich immer seltener zu dicken Schinken, weil es mir so Zeit aufwendig vorkommt, ich denke dann, dass ich zu lange an dem Buch zu knabbern hätte und bei der fehlenden Konzentration und dem Problem, nicht lange lesen zu können, habe ich dann einfach keine Lust auf das Buch.

Es gibt aber auch positives, ich denke wir alle lesen mehr, da wir jetzt viel mehr Zugang zu allen möglichen Nachrichten haben und wir quasi an jedem Ort Texte abrufen können.

Natürlich gibts auch noch die eReader ;) Die würde ich weder bei Pro noch bei Contra einordnen, sie sind praktisch, aber auch irgendwie ein Verstoß gegen normale Bücher, da muss jeder selber wissen, was er damit anfangen will :D

Ich bin mir nicht sicher, ob das jetzt alles mit der Digitalisierung zu tun hat. Bei vielen Dingen weiß ich, dass sie auftreten, weil der Alltag stressig ist oder ich einfach keine Zeit finde, zum Beispiel durch Lernen, viele Hausaufgaben, trainieren für eine Tanzaufführung- der Alltag kommt eben dazwischen. 
Aber jetzt kann ich mir auch vor stellen, dass Dinge wie Whatsapp, facebook und co. auch etwas damit zu tun haben könnte, was ich interessant und erschreckend zu gleich finde.

Wie ist eure Meinung darüber und erkennt ihr euch in einigen Punkten wieder? :)

Alles Liebe!

Kommentare:

  1. Huhu,

    also bei Büchern, die einen packen ist das aber auch normal. Da schweift man einfach ab. Glaub nicht, dass das mit der Digitalisierung zu tun hat. Bei guten Büchern ist das natürlich was anderes. Wenn mich nicht alles überzeugen kann schweife ich ab. Wenn doch lese ich wie immer total gerührt und normal.

    Das mit den dicken Büchern geht mir ähnlich, aber auch das schulde ich nicht unbedingt der Digitalisierung sondern einfach der Dicke und wie ich gerade lese.

    Da ich mein Handy nicht so internetmäßig wie viele andere benutze weiß ich mit Sicherheit, dass das bei mir auch so wäre, wenn ich es nicht hatte. Aber PC natürlich der beeinflusst das schon.

    Ich hab zwar erst geschrieben eigentlich nicht, aber ich denke ein bisschen verändert das unser Leseverhalten alle. Manchmal mehr, manchmal weniger.

    Hier ist mein Beitrag:

    https://lesekasten.wordpress.com/2016/07/25/montagsfrage-45-leseverhalten-durch-digitalisierung-veraendert/

    LG Corly

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  2. Liebe Jolene,

    wie schön, so habe ich einen neuen Blog entdeckt und ich folge total gern.

    Wenn ich mich jedoch mit einem Buch hinsetzte und zu lesen anfange, dann tu ich das in Ruhe und voll umfänglich. Ich möchte alles lesen, jeden Satz verstehen und in der Lage sein zu hinterfragen, das kann ich nur, wenn ich sehr bewusst lese. Ein oberflächliches Überfliegen ließe die Handlung auf der Strecke und der Griff zum Buch wäre unwichtig geworden. Insofern beeinflusst mich die fortschreitende Digitalisierung nicht beim Bücherlesen.

    Liebe Grüße

    Nisnis

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  3. Ich schließe mich Corly an. Bei Kapiteln/Szenen in einem Buch, die mich nicht so fesseln, ertappe ich mich auch immer wieder, mit den Gedanken abzuschweifen. Das hat sicher nichts mit der Digitalisierung zu tun und ist ganz normal. ;)

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  4. Eine sehr ausführliche Antwort! Bei mir hängt es von der Tageszeit ab, wie gut ich mich konzentrieren kann. Manchmal möchte ich weiterlesen, aber es ist schon zu spät :-) Der Stoff ist auch wichtig - wenn ich keine Lust auf ein Buch habe, wird es nix. Das hat aber nichts mit der Digitalisierung zu tun.

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Ich freue mich über jeden Kommentar und versuche jedem eine Antwort zu geben:)